Lahemaa Nationalpark

Im nordwestlichen Teil des Kreises liegt der Nationalpark Lahemaa, der 1971 bei seiner Gründung der erste seiner Art in der Sowjtunion war. Mehr als die Hälfte seiner Gesamtfläche entfällt auf das Kreisgebiet Lääne-Virumaas. Das 680 km² große Gebiete stellt geradezu ein Gesamtbild alldessen dar, was die Natur des Nordestlands zu bieten hat.

Hier ist das vor 11.000 Jahren vom Festlandeis gebildete, abwechslungsreise Relief bei Viitna zu sehen, ebenso wie das ebene, mit Wacholdern bewachsene Kalksteinplateau und der Glint, der das Plateau von der Küstenniederungen trennt: Hier wachsen Urwälder, erstrecken sich Moore und breiten sich steinige und sandige Strände aus.

Der Nationalpark wurde am 1. Juni 1971 gegründet. Das Ziel war und ist es auch heute, die typisch nordestländische Landschaft, sowie das reichhaltige Kulturerbe zu wahren, schützen und Besuchern zu gänglich zu machen. „Land der Buchten“ ist die deutsche Übersetzung des Wortes Lahemaa.

Ungefär 70% von dem Territorium ist mit Wald bedeckt, deswegen konzentriert sich das Hauptinteresse der Besucher auf Wälder und Moore, sowie auf ortsfremdes Gestein des einst vergletschertem nordeuropäischen Bereichs. Von den 62 in Estland vorkommenden Riesenfindlingen mit mindestens 30m Umfang liegen alleine 8 in Lahemaa. Zur Zeit werden die aus dem 18. bis 19. Jahrhundert stammenden repräsentativen Gutshofensembles Palmse und Sagadi restauriert, in Vihula und Kolga sind schon einige Gebäude renoviert.
Beste Übersicht über Natur und Kultur und ihre Vielfältigkeit bekommt man auf verschiedenen Wanderwegen und Naturlehrpfaden.